Die Zeit nach der Elternzeit bringt für viele Eltern einen Umbruch mit sich. Sie ist geprägt von Vorfreude auf den Wiedereinstieg, aber auch von Unsicherheiten. Nach den ersten Monaten, in denen das Kind im Mittelpunkt steht, rückt der Beruf wieder stärker in den Fokus.
Mit guter Planung lässt sich dieser Übergang sanft gestalten. Eine Vorbereitung hilft dabei, die Bedürfnisse der Familie und die beruflichen Ziele miteinander zu verbinden. So bleibt auch das eigene Wohlbefinden im Blick.

Der Neustart nach der Elternzeit – warum viele Eltern gemischte Gefühle haben
Der Wiedereinstieg ist für viele von einem Wechselbad der Gefühle geprägt. Der Wunsch nach geistiger Herausforderung und wirtschaftlicher Unabhängigkeit wächst. Gleichzeitig besteht die Angst, den Anschluss an die Entwicklung des Unternehmens verloren zu haben.
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Die Statistiken zeigen die Herausforderung: Trotz der hohen Rückkehrquoten, die das Statistische Bundesamt erfasst, erfolgt der Wiedereinstieg häufig in Teilzeit. Das kann Folgen für Karriere und Altersvorsorge haben.
Für 40 Prozent der Wiedereinsteigerinnen ist die Kinderbetreuung die größte Herausforderung bei der Rückkehr in den Beruf. Die emotionale Belastung sollte nicht unterschätzt werden. Zweifel sind in dieser Phase normal. Wichtig ist, diese Gefühle anzunehmen und als Antrieb für eine neue berufliche Ausrichtung zu nutzen.
Den Wiedereinstieg erfolgreich planen und passende Möglichkeiten finden
Der erste und aus Sicht der Praxis wichtigste Schritt in Richtung Wiedereinstieg ist der Kontakt zum aktuellen Arbeitgeber․ Nutzen Sie die Zeit bis zum Ende der Elternzeit‚ um sich klar zu werden‚ was Ihnen in Bezug auf Arbeitszeit und inhaltliche Ausgestaltung wichtig ist und dies auch zu kommunizieren․
Sofern eine Rückkehr zum alten Arbeitgeber aus organisatorischen Gründen nicht möglich ist oder einer beruflichen Neuorientierung ausdrücklich zugestimmt wird‚ ist eine einschlägige Jobbörse eine optimale Möglichkeit‚ um den bestehenden Stellenmarkt zu sichten und gezielt nach Stellenangeboten zu suchen‚ die optimal zu Ihrer neuen Lebenssituation und familiären Situation passen․
Die folgende Checkliste kann helfen‚ eine gute und erfolgreiche Planung aufzustellen:
- Bedarfsanalyse: Welche Arbeitszeiten sind in der aktuellen Betreuungssituation möglich und wie viel Flexibilität ist erforderlich?
- Qualifikationscheck: Ist die Auffrischung des vorhandenen Wissens durch Schulungen notwendig? Gibt es entsprechende Angebote im Unternehmen oder extern?
- Kommunikation: Sprechen Sie so früh wie möglich offen und ehrlich mit Ihrem Partner über die Verteilung der neu hinzukommenden Familienaufgaben․
- Networking: Über das eigene Netzwerk von Kontakten in der Branche‚ das bei der Rückkehr aktiv genutzt werden sollte‚ können Informationen und Unterstützung beschafft werden․
Deshalb ist es in dieser Zeit sehr hilfreich‚ bei den eigenen Zielen flexibel zu bleiben und verschiedene Szenarien durchzuspielen․ Die moderne Arbeitswelt ist im Wandel und heutzutage gibt es viele neue Arbeitsmodelle‚ die über das klassische Vollzeitmodell hinausgehen․ Daher haben Sie in Ihrem Berufsalltag wahrscheinlich mehr Spielraum‚ als Sie denken․

Familie und Beruf langfristig in Einklang bringen
Wenn Sie wieder in den Beruf einsteigen wollen‚ brauchen Sie neue tragfähige Strukturen‚ um Ihr Leben so zu organisieren‚ dass es nicht unter Ihrem Stress leidet‚ und um Ihre beruflichen Ziele nicht zu gefährden․ Planen Sie Pufferzeiten ein‚ falls Sie mit einem unerwarteten Problem konfrontiert werden‚ wie etwa einer Verspätung oder einem kranken Kind․ Und mit einer vorausschauenden Planung sind Sie auch in stressigen Situationen gelassener․
Ein weiterer Punkt ist‚ dass Sie auch nicht überall‚ egal ob im Job‚ im Haushalt oder in der Kindererziehung‚ immer 100% geben können‚ ohne dass es zu einer Überforderung kommt․ Setzen Sie realistische Prioritäten und konzentrieren Sie sich auf das Wichtigste․ Ein Netzwerk aus Verwandten‚ Freunden oder anderen Bezugspersonen kann Ihnen helfen‚ Freiräume zu schaffen‚ die Sie zum Auftanken für die kommenden Herausforderungen benötigen‚ um Familie und Beruf gut miteinander in Einklang bringen zu können․
Fazit
Man braucht viel Mut‚ eine gute Organisation‚ um die Rückkehr in den Beruf zu schaffen․ Es ist ein individueller Prozess‚ der nicht von jetzt auf gleich geht․ Wenn der Wiedereinstieg aus einem solchen Setting heraus stattfindet und die eigenen Bedürfnisse entsprechend kommuniziert werden‚ kann der Wiedereinstieg mehr sein als eine Rückkehr zum Status quo‚ sondern eine Möglichkeit‚ die eigenen Prioritäten neu zu setzen und ein passendes Arbeitszeitmodell für die veränderten Lebensumstände zu finden․ Mit Geduld und einem realistischen Überblick über die eigenen Möglichkeiten klappt es mit der Balance zwischen Familie und Beruf․
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